Informiere dich persönlich

Schau doch mal bei unseren Vereinszeiten vorbei! Jeden Mittwoch und Donnerstag informieren wir dich gerne von 17:45 - 20:00 Uhr persönlich an unserem Info-Point im Südbad.

Achtsamer Verein

Wir machen mit im Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Weitere Infos gibt es in dem Artikel "Kultur der Achtsamkeit"

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Der SV Westfalen soll sich grundsätzlich aus politischen Dingen heraushalten. Ein Grundsatz, den wir auch bisher eingehalten haben. Nun ist es aber an der Zeit, Flagge zu zeigen. In letzter Zeit wurden von mehreren Mitgliedern Berichte bzw. Kommentare in den sozialen Medien weitergeleitet, die dem grundsätzlichen Verständnis des SV Westfalen widersprechen. Diese Artikel waren darauf ausgelegt, Angst gegenüber Asylanten und Flüchtlingen zu schüren. Facebook empfindet solche Artikel leider nicht als „gegen den Gemeinschaftssinn verstoßend“, deshalb muss jeder, der davon Kenntnis erhält, selber aktiv werden.

Wir als SV Westfalen haben in unseren eigenen Reihen sehr viele Ausländer bzw. Menschen mit Migrationshintergrund, zu denen wir einen guten und freundschaftlichen Kontakt pflegen. In unseren Wettkampfmannschaften der Bereiche Schwimmen, Wasserball und Unterwasserrugby sind sie fester und zum Teil tragender Bestandteil des Erfolges. Sie sind so integriert, dass wir sie nur noch als das wahrnehmen, was sie sind; Menschen, mit denen wir gemeinsam ein Ziel verfolgen. In der Schwimmausbildung freut es uns immer wieder, so vielen Kindern das Schwimmen zu lehren. Dabei spielt die Herkunft keine Rolle. Wir pflegen mit der Familie Acar, die Betreiber des Bistro-Cafés im Südbad, ein sehr herzliches Verhältnis. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz würde dem Südbad etwas fehlen.

All diese Menschen oder deren Vorfahren sind eines Tages hierher gezogen und haben uns geholfen, dass es mit unserer Wirtschaft nach vorne geht.

Nun stehen wieder Menschen vor den Türen Deutschlands und bitten um Einlass. Es sind Menschen, die in größter Not sich auf den Weg in ein unbekanntes Land machen, um großem Leid zu entfliehen. Keiner von diesen Menschen geht freiwillig und schon gar nicht um uns zu schaden, in welcher Form auch immer. Wir als Bundesrepublik Deutschland haben schon sehr viel Erfahrung mit der Aufnahme von Flüchtlingen in den letzten Jahrzehnten gesammelt. Dabei waren die Zuwanderungen erheblich höher als sie zur Zeit sind. Die deutsche Wirtschaft und die Sozialsysteme haben dies unbeschadet überstanden, im Gegenteil sogar davon profitiert.

Wir sollten, bevor wieder Angstparolen verbreitet werden, uns einmal Gedanken machen, was wir machen würden, wenn wir nicht mehr zum Wochenmarkt gehen können und nicht sicher sein können, ob wir dort heile ankommen oder unser Familie vielleicht  durch Bomben ausgelöscht ist, wenn wir zurückkehren. Wenn wir Geld hätten, würden wir alles daran setzen, uns und unsere Familie in Sicherheit zu bringen. Wie schön wäre es dann, in einem Land willkommen geheißen zu werden, dass sich rühmt eines der wirtschaftlich erfolgreichsten in der Welt zu sein? Würden wir diesem Land schaden wollen? Mit Sicherheit nicht. Wir wollten gerne für unseren eigenen Unterhalt sorgen, wenn man uns ließe. Wir wollten aber auch ein Stück unserer eigenen Identität behalten und damit keinem Gastgeber Angst machen. Warum sollten sich andere Menschen so anders verhalten als wir es tun würden? Gleiches gilt natürlich auch für Menschen, die aus einer tiefen Armut heraus ihr Land verlassen.

Wir als SV Westfalen haben keinen Einfluss auf die große Politik, aber wir können entschieden gegen dumpfe Parolen vorgehen und dafür sorgen, dass wir gemeinsam respektvoll miteinander umgehen.

In diesem Sinne, zeigt Flagge. 

Unser Druckpartner:

Für die Unterstützung im Druck unserer Medien auf Papier danken wir herzlich!

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