Goldjunge: Sebastian Link ist Deutscher Meister über die 200 Meter Finswimming

Goldjunge: Sebastian Link ist Deutscher Meister über die 200 Meter Finswimming

Sebastian Link schwimmt gleich bei seiner ersten Teilnahme bei den 59. Offenen Deutschen Meisterschaften und Offenen Deutschen Mastersmeisterschaften im Finswimming zu Gold.

Am vergangenen Wochenende fanden in Erfurt die Deutschen Meisterschaften im Finswimming statt. Mit dabei war der SV Westfalen Dortmund, vertreten durch Sebastian Link. Ergebnis: Vier Vize- und ein Meistertitel.

 Masters Altersklasse A

Gleich mit vier Starts versuchte Link sich mit der Konkurrenz zu messen. Gestartet ist er bei den Masters in der Altersklasse A. Hier messen sich alle Schwimmer ab einem Alter von 25 bis 34 Jahren.

Finswimming – welche Wettbewerbe gibt es?

Zwischen Deutschen und Internationalen Veranstaltungen gibt es einen Unterschied. In Deutschland gibt es den Wettbewerb FS, diese Abkürzung steht für Flossenschwimmen. Dabei ist es freigestellt, ob der Schwimmer mit einer Monoflosse oder Duoflossen antritt. Bei Internationalen Veranstaltungen sind das zwei verschiedene Wettbewerbe: Die Schwimmer mit einer Monoflossen starten unter der Bezeichnung SF für Surface und die Schwimmer mit Duoflossen unter der Bezeichnung BF für Bifins.

Die Monoflosse ist aus physikalischen Gründen der Duoflossen weit überlegen. Wer mit einer Monoflosse schwimmen kann, ist viel schneller gegenüber den Schwimmern mit Duoflossen.

Gemeinsam ist dagegen, dass bei allen Wettbewerben die Nutzung des Schnorchels Pflicht ist, es sei denn, es handelt sich um Wettbewerbe mit der Bezeichnung Apnoe. Diese Wettbewerbe finden unter der Wasseroberfläche statt und der Schwimmer hat bei den 50 Metern nur seine Lunge zur Verfügung. Bei Strecken darüber hinaus kommen Druckluftflaschen zum Einsatz.   

Link startete über 50, 100 und 200 Meter Finswimming und 50 Meter Apnoe

Am Samstag wurden die kurzen Strecken bei den Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Der Hauptkonkurrent von Sebastian Link ist seit zwölf Jahren mit der Monoflosse vertraut, Link dagegen fehlt noch der Rhythmus und die Koordination, um mit der Monoflosse schnell zu schwimmen. Daher startete er bei den FS-Wettbewerben mit Duoflossen, und bereitete sich ferner auf den anstehenden Weltcup der Masters in Prag Anfang Juni vor. Dort schwimmt Link gezielt die Bifin-Wettbewerbe.

Der erste Start auf den Deutschen Meisterschaften waren die 100 Meter FS. Link schlug mit sechs Sekunden Rückstand in einer Zeit von 50,18 Sekunden als zweiter an. Auch bei den 50 Meter Strecken hatte er das Nachsehen. Bei schnellen 50 Meter FS in 23,11 Sekunden fehlten dennoch knapp zwei Sekunden zum Meistertitel. Auch bei den 50 Meter Apnoe hat es nicht zum Sieg gereicht. Obwohl Link auch dort mit einer Monoflosse startete, fehlte es einfach an Erfahrung. Auf Kommando Luft anhalten und diese über 50 Meter unter voller Belastung anzuhalten, muss er weiter trainieren.

Die Entscheidung lag bei der Strecke über 200 Meter FS. Bereits im Vorfeld wurde das Training auf diese Strecke ausgerichtet. Mit Trainer Gerd Göldner bereitet sich Link gezielt für diese Strecke für den Weltcup der Masters vor. Diese Strecke fordert Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, und macht es so den Schwimmern unglaublich schwierig. Denn die Energiebereitstellung erfolgt aus verschiedenen Speichern und der Körper des Athleten wird enorm beansprucht. Über die Strecke 200 FS waren Link und der Hauptkonkurrent zeitgleich mit einer Minute und 55 Sekunden gemeldet. Beide wussten vor dem Start, dass es ein enges und spannendes Rennen mit ungewissem Ausgang wird. Im Rennen selber schenkten sie sich nichts: Bis 150 Meter lagen beide Schwimmer gleichauf, erst auf der letzten Bahn wurde das Duell entschieden. Link hat sich das Rennen besser eingeteilt und konnte auch die letzte Bahn in einem hohen Tempo schwimmen. Mit gut einer Sekunde Vorsprung in 01:51,23 holte er sich den ersten Deutschen Meistertitel im Finswimming auf der 50 Meter Bahn bei den Masters in der Altersklasse A.     

Weltcup in Prag 

Vom 11.-12. Juni findet der Weltcup der Masters im Finswimming in Prag statt. Seit Wochen bereitet sich Link intensiv auf diesen Wettkampf. Es wird der Saisonhöhepunkt sein. Trainer Gerd Göldner legt das Training gezielt auf die 200 Meter aus. Natürlich ist die Konkurrenz in Prag groß, denn bereits die Ergebnisse aus den Vorjahren zeigen, dass es sehr gute Schwimmer in den Nachbarländern gibt. Vor allem ist der Sport in Osteuropa populärer und genau dort findet der Worldcup statt. Der SV Westfalen wird dabei sein.

Ausblick

Die anstehenden Wettkämpfe folgen eng aufeinander: Schon Anfang Juni finden die Deutschen Meisterschaften im Freigewässer statt. Hier ist der SV Westfalen mit fünf Startern über die Distanzen 2 und 6 Kilometer vertreten. Eine Woche später fahren Imke Rode und Sebastian Link nach Prag und starten dort sowohl in der Halle als auch im Freiwasser.   

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