Gerd Göldner, Heinz-Hubert Voss, Imke Rode, Sebastian Link, Martin Vorschulze und Michael Köster fischten das Edelmetall in Plauen aus dem Wasser.

Gerd Göldner, Heinz-Hubert Voss, Imke Rode, Sebastian Link, Martin Vorschulze und Michael Köster fischten das Edelmetall in Plauen aus dem Wasser.

Blitz und Donner haben den Zeitplan der Deutschen Meisterschaft der Flossenschwimmer durcheinander gewirbelt. Doch die Organisatoren vom Tauchclub Nemo Plauen hatten alles im Griff.

Es waren lange Blicke, mit denen die Dortmunder Finswimmer und die verantwortlichen Ausrichter aus Plauen am Samstagnachmittag immer wieder in Richtung Himmel schauten. Schon die Anreise am Freitag wurde durch lange Staus und heftige Regengüsse zur Zerreißprobe.

Aus ganz Deutschland waren 160 Sportler aus 23 Vereinen angereist um in der wunderschönen Talsperre Pöhl ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Plauen im Vogtland war schon 2010 und 2015 Ausrichter dieser Veranstaltung. Angenehme 19 Grad Wassertemperatur erwarteten unsere Schwimmer. Ein 1000 Meter Dreieckskurs, markiert durch große gelbe Bojen,  musste entweder zwei- oder sechsmal absolviert werden.

Leider musste dann ausgerechnet um 13.00 Uhr der 2000 Meter Wettbewerb der Kinder wegen eines heftigen Gewitters abgebrochen werden.

Am Vormittag hatte das Wetter noch gehalten und so konnten Martin Vorschulze und Michael Köster ihre Premiere für den SV Westfalen über 2000 Meter feiern. Beide Sportler schwimmen seit circa 2 Jahren mit der großen Monoflosse bei uns im Südbad. Im Freigewässer muss man aber sehr konzentriert schwimmen, um auf dem Dreieckskurs nicht die Orientierung zu verlieren.

Martin Vorschulze errang Silber in 24:35:00 Minuten in der Masterkategorie 35-45. Michael Köster erschwamm sich Bronze in 26:16:00 Minuten in der Altersklasse 45-55.

Sebastian Link konnte seinen Sieg vom Vorjahr in hervorragenden 22:55:00 Minuten wiederholen. Sebastian startet in der AK 25-35. Er ist nicht mit einer großen Monoflosse, wie die meisten seiner Konkurrenten, sondern mit sogenannten Stereoflossen aus Fiberglas unterwegs. Das ist erst einmal ein Nachteil, allerdings ist Sebastian damit sehr schnell.

Der älteste Teilnehmer kam wie seit Jahren aus Dortmund. Heinz-Hubert Voss errang den Titel in der AK 65 und älter. Er absolvierte die zwei Kilometer in 31:20:00 Minuten und wurde für diese Leistung vom Bundestrainer Flossenschwimmen, Lutz Riemann, bei der Siegerehrung heftig umarmt.

Imke Rode schwamm in der AK 45-55 Jahre und freute sich über schnelle 24:57:00 Minuten. Das war 75 Sekunden schneller als im Vorjahr und auch der Titel in dieser AK.

Die Mittagspause wurde aufgrund des heftigen Gewitters verkürzt und so mussten unsere Sportler eine Stunde früher wieder ins Wasser, um eine gewitterfreie Zeit auszunutzen und die 6000 Meter zu absolvieren.

Trainer Gerd Göldner hatte auch den beiden Neulingen Michael und Martin die langen sechs Kilometer zugetraut. Martin Vorschulze errang gleich beim ersten Rennen über die 6000 Meter den Titel in seiner AK in 1:25:06 . Es ist sehr schwierig, sich ein so langes Rennen einzuteilen. Man darf nicht zu schnell angehen und sollte versuchen, jeden Kilometer gleichschnell zu schwimmen. Das ist ihm, wie auch Michael Köster, hervorragend gelungen. Köster wurde in der sehr guten Zeit von 1:31:01 Vierter in seiner AK 45-55.

Sebastian Link wollte seine Zeit vom Vorjahr, an gleicher Stelle geschwommen, auch unbedingt toppen. „Ich hatte mir eine Zeit von 1:12:00 vorgenommen", strahlte Link nach dem Rennen. Es war sogar noch schneller: In  tollen 1:11:30 durschwamm er in das Ziel und errang sogar Platz sechs in der Gesamtwertung!

Imke Rode schwamm in 1:20:14 eine gute Minute schneller als im Vorjahr. „Ich mag diese Talsperre. Es ist ein schönes Gelände und eine tolle Schwimmstrecke", strahlte die 54-jährige Sportlerin nach dem Rennen. Die Zeit bedeutete dann auch  Rang sieben im Gesamtklassement der Frauen.

Und so konnten unsere Dortmunder Finswimmer sechsmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze aus dem Vogtland heimbringen. "Schon wieder ein Sportler aus Dortmund", stöhnte Lutz Riemann, der Bundestrainer/Flossenschwimmen, bei den Siegerehrungen. Er war besonders von Sebastians Zeiten, geschwommen mit Stereoflossen, beeindruckt. Für den anstehenden World Cup der Masters in Prag am kommenden Wochenende wünschte Riemann unseren Startern Imke und Sebastian viel Erfolg.

Die Finswimmer des SV Westfalen Dortmund bei der DM in Plauen.

Die Finswimmer des SV Westfalen Dortmund bei der DM in Plauen.

Unser Druckpartner:

Für die Unterstützung im Druck unserer Medien auf Papier danken wir herzlich!

Unterwasserrugby-Trailer

Winterfreizeit Zillertal 2015

Weihnachtsfünfkampf 2014