Sieger-Staffel: Marius Syberg, Jens Mydlach, Sebastian Greiffer und Florian Demant

Sieger-Staffel: Marius Syberg, Jens Mydlach, Sebastian Greiffer und Florian Demant

Worauf freuen sich Schwimmer am meisten? Auf ein Einschwimmen um 6.30 Uhr? Auf einen 14-stündigen Wettkampftag? Auf einen Freibadwettkampf mit 10° Lufttemperatur? Auf eine Übernachtung im Zelt bei 3° Außentemperatur? Bestimmt nicht! Oder doch? Doch! Einmal im Jahr, an Pfingsten. Denn Pfingsten heißt für unsere Schwimmer NEHEIM!

Bereits zum 45. Mal richtete der SV Neptun Neheim Hüsten nun sein Internationales Pfingstschwimmfest aus. Für uns Westfalen war es seit 2007 in ununterbrochener Reihenfolge die zehnte Teilnahme. Man kann also schon lange von Tradition reden.

 

Los ging es wie immer mit dem Zeltaufbau am Donnerstag. Ein großes Aufenthaltszelt und 15 Zelte für die Übernachtungen wurden in knapp viereinhalb Stunden errichtet. Und ebenso traditionell wurde die verloren gegangene Energie mit einer Currywurst am Sauerlandgrill zurück geholt.

Der Wettkampf begann am Freitag. Nicht alle gingen über die angebotenen langen Strecken an den Start, so dass in drei Etappen nach Neheim gefahren wurde. Die letzten erreichten gegen 18 Uhr das Freibad. Sie verpassten schon so manche gute Leistung. Zum Beispiel die von Marius Syberg. Im 400 Meter Lagenschwimmen erzielte er die schnellste geschwommene Zeit (5:09,23) und wurde dafür neben der Goldmedaille mit dem Techniker-Pokal ausgezeichnet. Gestiftet wurde der Wanderpokal vom Technikteam des SV Neptun. Dieses Team ist Verantwortlich für die Stromversorgung, die Sprechanlage und vieles mehr. Und da man als Lagenschwimmer alle vier Schwimmtechniken beherrschen muss, war der Name für diesen Pokal schnell gefunden. Nur 25 Minuten später musste Marius schon wieder ran, diesmal über 200 Meter Schmetterling. Hier siegte er nach 2:25,02 Minuten erneut. Seinen dritten Auftritt am Freitag hatte Marius dann mit der 4x 200m Freistilstaffel. Als Schlussschwimmer gewann er zusammen mit Jens Mydlach, Tom Fiene (SV Hellas) und Florian Demant die Bronzemedaille. Jens startete zuvor ebenfalls über 400 Meter Lagen, wo er mit 5:22,92 Minuten die Bronzemedaille gewann. Diese Medaille verpasste Maximilian Thiele nur knapp. Über 200m Lagen schwamm er in 3:29,41 Minuten neue persönliche Bestzeit, mit der er den vierten Platz erreichte.

Der Samstag begann nach kurzer Nacht um 6:00 Uhr. Um 6.15 Uhr begann die Aufwärm- oder eher Aufwachgymnastik am Beckenrand, bevor es dann um 6.30 Uhr ins Wasser ging. Die ersten Medaillen ließen nicht lange auf sich warten. Luca Kaluzny und Florian Demant gewannen im Jahrgang 99 Silber und Bronze über 50m Schmetterling. Die erste Goldmedaille des Tages gewann Nisrine Ouali mit einer 1:06,17 über 100m Freistil. Hier hatte Maya Mumm etwas Pech. Nur um wenige Hundertstelsekunden verpasste sie die Bronzemedaille, die sie sich am Nachmittag gleich zweimal  über 200m Freistil und 100m Brust erschwamm.

Ebenfalls Bronze gewann Jens im 50m Rückensprint. Henry Kleff errang im Jahrgang 99 in dieser Disziplin Silber. Noch besser lief es für ihn über die 200m Rücken. Diese gewann er in 2:35,91 Minuten.

Marius Syberg (r.) gewann den Techniker-Pokal

Marius Syberg (r.) gewann den Techniker-Pokal

Im Rückenschwimmen waren auch Kristin Behr und unser „Techniker“ Marius erfolgreich. Während Kristin über 50m Rücken Bronze gewann, holte sich Marius über die 200m Strecke eine Silbermedaille.

Kaltes Wetter und Wasser scheinen Sharon Dohms zu liegen. Sie verbesserte ihre eine Woche zuvor bei den Deutschen Meisterschaften aufgestellte Bestzeit im 100m Brustschwimmen nochmals um knapp eine halbe Sekunde auf 1:13,67 Minuten. Dies bedeutete einen neuen Bahnrekord! Und natürlich Gold in der Jahrgangswertung.

Golden ging der Tag dann auch zu Ende. Tom übergab auf Platz zwei liegend an Marius, der leider einen Platz verlor. Florian konnte Platz drei Halten, allerdings schon mit vier Sekunden Rückstand auf die Mannschaft aus Lendringsen. Nun musste Jens Boden gut machen. Und das tat er! Jens „flog“ quasi durch das Wasser, was ihm bei den Schwimmern aus Nigeria den Spitznamen „German Helicopter“ einbrachte. Jens deklassierte die Staffeln aus Lendringsen und Neheim-Hüsten,  schwamm mit einer 53er Zeit fünf Sekunden schneller als die Konkurrenz und holte Gold für das Team.

Unsere Damen mit Matea Josic, Sharon, Julia Jacob (SC Delphin) und Maya hatten ein nicht minder spannendes Rennen, allerdings ging es für sie von vornherein darum, nicht vierte zu werden. Die vier kämpften und erreichten schließlich verdient die Bronzemedaille.

Nach einer weiteren kalten Nacht und nun einsetzendem Regen startete der Sonntag für uns aber schon wieder golden. Florian gewann die 100m Schmetterling, bevor Sharon ihr zweites Gold, diesmal über 200m Brust, gewann. Auf diesen 200m Brust war für Nisrine die Überraschung groß, sie gewann völlig unerwartet die Bronzemedaille.

Mit Bronzemedaillen ging es weiter. Zunächst für Luca im 50m Freistilsprint, anschließend für Marius über 200m Brust. Im anschließenden 100m Rückenschwimmen gab es im Jahrgang 99 einen Doppelsieg. Luisa Hilbrand gewann Gold und Marie Kleff Silber. Ihr Bruder Henry gewann kurze Zeit später ebenso Silber über 100m Rücken, wie auch Kristin im Jahrgang 2000.

Jens schwamm im 50m Freistilsprint 25,35 Sekunden, und zog damit als vierter ins Finale ein. Hier blieb er in 24,48 Sekunden nur eine Hundertstel über seiner Bestzeit und verbesserte sich auf Rang zwei. Das Finale im 50m Brustschwimmen erreichte Sharon souverän – und wieder mit Bestzeit! 33,51 Sekunden bedeutete die schnellste Zeit und bescherte ihr zudem den Ehrenpreis für die beste weibliche Leistung der Veranstaltung.

Im 50m Brustschwimmen gab es zwei weitere Medaillen. Luca und Nisrine schwammen zu Bronze.

Nach kurzem Hagelschauer und noch kürzerem Sonnenschein standen die 200m Rücken auf dem Programm. Nur Kristin stellte sich der Herausforderung, ohne eine Hallendecke, an der man sich orientieren kann, diese Strecke zu schwimmen. Und sie wurde belohnt: mit 10 Sekunden Vorsprung gewann sie vor ihrer Konkurrenz aus Frankreich die Goldmedaille.

Und auch unser „Helicopter“ gewann Gold. Im 100m Freistilschwimmen reichten diesmal 56,39 Sekunden.

Nun begann das große Finale – mit den Sprintfinals und den abschließenden 4x 100m Freistilstaffeln. Als erste ging Sharon im 50m Brustfinale an den Start. Wie schon im Vorlauf hatte ihre Konkurrenz keine Chance. Sharon sicherte sich Gold und die ausgeschriebene Geldprämie.

Spannend wurde es dann wieder in den Staffeln. Anna Mumm, Nisrine, Laura Hegemann (SV Hellas) und Sharon schwamm in 4:27,28 Minuten ein tolles Rennen und gewannen hinter der klar dominierenden Mannschaft aus Amsterdam Silber.

Besonders die Männer mussten sich aber richtig ins Zeug legen. Mit der Meldezeit mussten Marius, Florian, Sebastian Greiffer und Jens im ersten Lauf starten und gewannen den in 3:52,66 deutlich. Bis zum dritten Schwimmer lagen wir gleichauf mit den Mannschaften aus Amsterdam, Lendringsen, Het Gooi und Neheim. Aber als diese vier Teams noch 25m zu schwimmen hatten und nur noch 10 Sekunden bis zu unserer Zeit verblieben, begann unser Jubel. Der Jubel von Het Gooi, die den zweiten Lauf gewannen, war also vergebens…

Insgesamt beendeten wir das Pfingstschwimmfest mit 12 Gold-, 7 Silber- und 13 Bronzemedaillen. Leider blieben Anna Mumm, Mareike Plur, Matea Josic,Jacqueline Schmitt, Johannes Heuel, Janik Hermes, Justin Draeger, Yannick Kleff und Sebastian Link ohne eine Einzelmedaille, aber auch sie konnten mit vielen neuen Bestzeiten zu insgesamt 57 weiteren Top Ten Platzierungen beitragen.

Und trotz der Kälte, den Regenschauern am Sonntag, dem frühen Einschwimmen und den langen Tagen hieß es am Sonntagabend bei der Rückfahrt: Neheim 2017 – ich freu mich drauf!

Jeder Sonnenstrahl wurde genutzt, um Energie zu tanken

Jeder Sonnenstrahl wurde genutzt, um Energie zu tanken

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