Der Bau, den niemand kennen soll

Bunkerwart ist kein Hauptberuf mehr, aber eine Leidenschaft von Harry Lausch. Er führte uns durch die Anlage.

Führung durch den Befehlsbunker an der Ruhrallee

Als Bunkerwart Harry Lausch unsere Gruppe in der Leipziger Straße begrüßte, wärmte uns noch die Sonne, die sich zuvor tagelang hinter Wolken versteckte. Seine ersten Worte werden vom Glockenklang der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde begleitet. Es ist 12 Uhr. Eine Stimmung, die wir lieber genießen sollten.

Wir stehen vor einer Reihe Garagen, dahinter rauscht die Ruhrallee, von der wir nur wenig mitbekommen. Was wir nicht sehen: Tonnenweise Beton schluckt den Lärm – drei Meter dicke Wände und eine genauso hohe Gebäudedecke trennen uns von der Bundesstraße. Vor uns liegt ein 1100 Quadratmeter großer Bunker. Viele unserer Mitglieder fahren wöchentlich daran vorbei, wissen aber gar nicht von seiner Existenz. So soll es auch sein, denn die 37 unterirdischen Räume wurden lange Zeit geheim gehalten. Es ist die ehemalige Befehlsstelle und war der Ausweichsitz der Stadtverwaltung in Krisenzeiten.

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